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Marsmobil wühlt Sand auf........

Marsmobil wühlt Sand auf........

Wie eine Firma aus dem Main Spessart derzeit 20 Neustadter Spielplätze reinigt. Die Stadt Neustadt lässt derzeit den Sand auf 20 Spielplätzen reinigen. Eine Firma aus dem Spessart benutzt dazu ein eigens für diese Aufgabe gebautes Spezialgerät.

Ein lautes Brummen in der Kreuzbergstraße im Ortsteil Duttweiler verrät, dass auf dem dortigen Spielplatz etwas nicht Alltägliches geschieht. Ein Blick hinter die Hecken offenbart Überraschendes. Zwei Männer, einer davon mit einer Schaufel, stehen neben einer Maschine die eher Erinnerungen an eine Marsmission weckt, als das man sie für ein Reinigungsgerät halten würde. Silbern glänzt sie in der Vormittagssonne, mit ihrem Raupenantrieb wühlt sie sich durch den Sand, während an der Front scharfkantige kleine Behälter den Sand auf ein dahinter liegendes großes Sieb schaufeln. Und das bis zu einer Tiefe von 40 Zentimetern - aber genau das ist der wichtige Teil des Verfahrens.

"Wir haben uns für die mechanische Reinigung des Sands entschieden", erklärt Peter Stepper von der Abteilung Garten und Friedhof. Bei dieser Art der Reinigung stehen die Belüftung und Auflockerung des Sands im Mittelpunkt. " Wir könnten Chemie hineinkippen oder ihn mit Hitze reinigen lassen, aber das würde alle Keime und Bakterien abtöten - auch die Nützlichen - die wir benötigen", erklärt Stepper. Bei der mechanischen Reinigung erhalten dagegen die Baktieren, die dafür sorgen, dass Keime und Erreger zerstezt werden, Sauerstoff für ihre wichtige Arbeit. Und hier kommt das "Marsmobil" ins Spiel. Es siebt und belüftet den Sand. Wie die Firma "Ro-Flex.com" erklärt, ist es das zweite seiner Art. Nach speziellen Vorgaben konstruiert, soll es den Sand bis zu 40 Zentimetern Tiefe herausgraben, um für eine optimale Belüftung zu sorgen. "Wir hatten auch bei anderen Firmen nachgefragt, aber diese konnten uns diese Arbeitstiefe nicht garantieren", sagt Stepper und verweist auf Untersuchungen, die diese Tiefe für eine sorgfältige Belüftung voraussetzen. 9000 Euro lässt sich die Stadt die Sauberkeit des Sands auf den Spielplätzen kosten. Stepper: " Das wird jedes Jahr gemacht". Dieses Jahr hat es sich wegen des anhaltenden Regens etwas verzögert.
Sorgen wegen Glasscherben

Neben dieser alljährlichen Aktion werden die Spielplätze im Stadtgebiet aber auch wöchtlich überprüft. "Wir haben einen Angestellten, der eigens für diese Tätigkeit abgestellt ist. Er kontrolliert den Zustand der Spielplätze", erläutert Stepper. Vor allem Glasscherben im Sand machen den Verantwortlichen Sorgen. Daher werden beispielweise die Spielplätze am Marstall und der Abenteuer Spielplatz in der Robert-Stolz-Straße täglich kontrolliert. "Es gibt immer noch Menschen, die ihre Flaschen achtlos oder auch mit Absicht im Sand des Spielplatzes wegwerfen. Das ist für die Kinder sehr gefährlich", so Stepper. Beim Thema Tierkot schlägt er in die gleiche Kerbe: " Wir können Schilder aufstellen, aber was nutzt es, wenn sich die Leute nicht daran halten. Eigentlich sollte es klar sein, dass Hunde auf einem Spielplatz nichts verloren haben. Und Aufpasser für einzelne Bereiche können wir einfach nicht abstellen, so viele Leute haben wir nicht", erklärt Stepper. Im Hintergrund hat sich die Sandreinigungsmaschine inzwischen mit lautem Brummen tief in den Sand gewühlt. Das Sieb ist voll und muss entleert werden. Wurzeln ragen zwischen den Stäben hindurch, Steine und anderer Abfall liegt dazwischen. Insgesamt rund zwei Wochen dauern die Arbeiten hier, dann zeiht die Firma weiter. Marssand haben sie allerdings nocht nicht gereinigt..........
Artikel von 2007

Quelle 2007: www.rheinpfalz.de

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